Werbehinweis: Diese Seite enthält Affiliate-Links (*). Bei einem Kauf über einen solchen Link erhalten wir ggf. eine Provision.

Startseite Ratgeber Anbringen
Handhabung · Anleitung

Wandtattoo anbringen: Anleitung in sieben Schritten

Eine Anleitung liegt fast jedem Motiv bei – trotzdem ist der erste Versuch der, bei dem am meisten schiefgeht. Wir zeigen, wie Sie ein Wandtattoo ohne Blasen und ohne Fehlversuch an die Wand bekommen, wozu die Transferfolie dient und was Sie dafür wirklich brauchen.

✍️ Redaktion Wandtattoos Ratgeber ⏱ Lesezeit: 6 Min
Hände streichen eine Wandtattoo-Folie mit einer Rakel an einer hellen Wand glatt

Das Wichtigste in Kürze

  • Wand vorher reinigen und vollständig trocknen lassen – ohne Reiniger mit Pflegezusatz.
  • Position mit Malerkrepp festlegen, bevor die Trägerfolie abgezogen wird.
  • Von der Mitte nach außen arbeiten, in kurzen Zügen mit der Rakel.
  • Die Transferfolie zuletzt flach nach unten abziehen, nie nach vorn.
  • Bei großen Formaten empfehlen mehrere Rezensionen ausdrücklich eine zweite Person.

Was Sie brauchen

Wenig. Bei mehreren Motiven in unserem Vergleich liegen laut Hersteller ein Rakel und ein Testaufkleber bei, bei einem weiteren zusätzlich eine bebilderte Klebeanleitung statt der Rakel. Zwingend nötig ist die Rakel nicht: In den Rezensionen berichten Käuferinnen und Käufer, das Anbringen ebenso gut mit einem Küchenhandtuch, einem Löffel oder einer EC-Karte erledigt zu haben.

  • Rakel oder eine Karte mit glatter Kante, am besten in ein weiches Tuch gewickelt
  • Malerkrepp zum Ausrichten
  • Zollstock oder Maßband, dazu eine Wasserwaage für gerade Schriftzüge
  • Weiches Tuch und Wasser zum Reinigen der Fläche
  • Bei mehrteiligen Motiven: Zeit und eine ebene Ablagefläche

Wie ein Wandtattoo aufgebaut ist – und wozu die Transferfolie dient

Ein Wandtattoo besteht aus drei Schichten. Unten liegt die Trägerfolie, das Rückenpapier, auf dem das Motiv geliefert wird. In der Mitte sitzt das Motiv selbst, die eigentliche Klebefolie. Darüber liegt die durchsichtige Transferfolie.

Die Transferfolie ist der Grund, warum ein Schriftzug an der Wand nicht auseinanderfällt: Sie hält Buchstaben und Einzelteile in ihrer Position, während Sie die Trägerfolie darunter abziehen und das Motiv an die Wand setzen. Erst wenn alles angedrückt ist, lösen Sie die Transferfolie flach nach unten weg – nicht senkrecht von der Wand.

Mehrteilige Sets kommen teils ohne Transferfolie aus. Dort kleben Sie jedes Teil einzeln: Ein misslungenes Teil kostet nicht das ganze Motiv, dafür braucht das Zusammensetzen der vielen Einzelteile mehr Zeit und Geduld – leichter ist ein mehrteiliges Motiv dadurch nicht automatisch, wie die Bewertungen weiter unten zeigen.

Wandtattoo anbringen: die Anleitung in sieben Schritten

  1. Folie flach auslegen. Ein gerollt geliefertes Motiv wellt sich. Eine Rezension in unserem Vergleich rät ausdrücklich, die Folie vorher eine Weile flach hinzulegen und zu beschweren. Gefaltet geliefert wird es unangenehmer: Zwei Rezensionen zur Weltkarte berichten von Knicken aus der Verpackung, eine davon hat die Bögen mehrere Tage beschwert. Auf der Wand sind die Knicke laut einer der beiden später nicht mehr zu sehen.
  2. Wand reinigen. Mit einem feuchten Tuch abwischen, vollständig trocknen lassen. Die Hersteller setzen eine staub-, fett- und trockene Fläche voraus.
  3. Position festlegen. Motiv samt Trägerfolie an die Wand halten, mit Malerkrepp fixieren, einen Schritt zurücktreten. Bei Schriftzügen die Wasserwaage anlegen.
  4. Motiv vorbereiten. Das gesamte Motiv auf einer ebenen Fläche mit der Rakel überstreichen. Das verbindet Motiv und Transferfolie und verhindert, dass später Buchstaben auf der Trägerfolie bleiben.
  5. Trägerfolie abziehen. Langsam und in einem flachen Winkel. Bleibt ein Teil hängen, legen Sie die Trägerfolie zurück, rakeln noch einmal darüber und versuchen es erneut.
  6. Ankleben. Oben ansetzen, dann von der Mitte nach außen andrücken – in kurzen Zügen, nicht in einem Zug. So schieben Sie die Luft vor sich her, statt sie einzuschließen.
  7. Transferfolie abziehen. An einer oberen Ecke beginnen und flach an der Wand entlang nach unten führen. Hebt sich ein Motivteil mit, drücken Sie es zurück und warten Sie einige Minuten.
Nehmen Sie sich für die Positionierung mehr Zeit als für das Kleben. Zu einem großformatigen Schriftzug unseres Vergleichs nennen Rezensionen Zeitangaben zwischen zehn Minuten und rund einer Stunde für das ganze Motiv, von der Positionierung bis zum fertigen Ankleben an der Wand – am längsten dauerte es bei einer Erstanbringung zu dritt.

Luftblasen entfernen: was hilft, solange die Folie noch nachgibt

Kleine Blasen entstehen fast immer. Solange die Folie frisch klebt, lassen sie sich fast immer noch herausarbeiten:

  • Ausstreichen. Mit der Rakel von der Blase zum nächsten Motivrand streichen. Die Luft entweicht an der Kante.
  • Anstechen. Sitzt die Blase mitten in einer großen Fläche, stechen Sie sie mit einer feinen Nadel an und streichen die Luft zum Einstich hin aus. Der Einstich bleibt unsichtbar.
  • Teil neu ansetzen. Bei mehreren Blasen an derselben Stelle: Motivteil vorsichtig anheben und flach neu auflegen. Zu mehreren Motiven berichten Rezensionen, dass ein zweiter Ansatz gelingt – zu den Aquarell-Schmetterlingen sogar nach versehentlich schiefem Ankleben.

Blasen, die erst nach Tagen auffallen, brauchen keinen Eingriff mehr: Sehr kleine Lufteinschlüsse verschwinden mit der Zeit von selbst, größere ziehen beim Nachdrücken eher eine Falte als eine glatte Fläche.

Wandtattoo nass anbringen – geht das?

Die Frage kommt aus der Welt der Autoaufkleber, wo eine Seifenlösung das Ausrichten erlaubt. Keines der Datenblätter in unserem Vergleich nennt eine Nassanbringung; mehrere Hersteller beschreiben ausdrücklich die Trockenanbringung und setzen eine trockene Fläche voraus. Wasser an der Wand ist deshalb kein Trick, sondern das Gegenteil der Herstellervorgabe – auf saugender Wandfarbe kommt hinzu, dass die Feuchtigkeit in den Untergrund zieht.

Die Lösung für dasselbe Problem heißt hier Malerkrepp: ausrichten, fixieren, erst dann die Trägerfolie abziehen.

Große Motive und mehrteilige Sets

Je größer das Motiv, desto eher lohnt eine zweite Person. Mehrere Rezensionen in unserem Vergleich empfehlen das ausdrücklich – bei einem großformatigen Schriftzug ebenso wie bei einem Motiv aus vier Klebebögen. Eine Stimme beschreibt das Anbringen zu zweit als Kinderspiel, eine andere dasselbe Motiv als etwas schwer anzubringen.

Mehrteilige Motive haben dafür einen Vorteil, den zusammenhängende Bilder nicht haben: Sie legen die Teile vor dem Kleben lose an die Wand und verschieben sie, bis die Anordnung passt. Der Preis ist Zeit. Zu einem Küchenmotiv mit rund 75 einzelnen Kaffeebohnen beschreiben mehrere Rezensionen das Anbringen als Fummelarbeit, die ruhige Hände und Geduld braucht.

Motive, die sich laut Rezensionen am leichtesten anbringen lassen

Das Kriterium „Anbringen“ trägt 15 % unserer bewertung. Diese drei Motive liegen darin vorn:

TOARTI Wandtattoo Flugzeug mit Tieren fürs Kinderzimmer
ANBRINGEN 1,3 · TIERE · EINZELMOTIV

TOARTI Wandtattoo Flugzeug mit Tieren fürs Kinderzimmer

BEWERTUNG 1,9

TOARTI Wandtattoo mit Flugzeug- und Tiermotiv fürs Kinderzimmer, laut Rezensionen leicht anzubringen, mit vereinzeltem Hinweis zur Haftung auf gestrichenen Wänden.

wondever Wandtattoo Aquarell-Schmetterlinge rosa, 9-teilig
ANBRINGEN 1,3 · TIERE · MEHRTEILIG

wondever Wandtattoo Aquarell-Schmetterlinge rosa, 9-teilig

BEWERTUNG 1,7

Aquarell-Schmetterlinge-Set mit laut mehreren Rezensionen leichtem Anbringen und gut bestätigtem leichten Ablösen, auf Tapete laut einer Rezension aber unzuverlässig.

decalmile Wandtattoo Dschungeltiere mehrfarbig 99 × 77 cm Empfehlung
ANBRINGEN 1,4 · TIERE · MEHRTEILIG

decalmile Wandtattoo Dschungeltiere mehrfarbig 99 × 77 cm

BEWERTUNG 1,6

Mehrfarbiges Dschungeltiere-Wandtattoo fürs Kinderzimmer, laut Rezensionen mit zuverlässiger Haftung und einfacher, flexibler Anbringung der Einzelmotive.

Die häufigsten Fehler beim Anbringen

  • Trägerfolie zu früh abziehen – ohne vorheriges Rakeln bleiben Buchstaben darauf zurück.
  • In einem Zug andrücken statt in kurzen Zügen von der Mitte nach außen – das schließt Luft ein.
  • Transferfolie nach vorn abziehen statt flach an der Wand entlang – dabei hebt das Motiv mit ab.
  • Ohne Malerkrepp arbeiten und die Position nach Augenmaß setzen.
  • Gerollte Folie sofort verarbeiten, statt sie vorher flach auszulegen.
  • Ein großes Motiv allein anbringen, obwohl die Anleitung zwei Personen nahelegt.

Fazit

Anbringen gelingt den meisten gut, solange die Reihenfolge stimmt – mehrere Rezensionen berichten aber auch von Fummelarbeit, besonders bei vielen kleinen Einzelteilen. Reinigen, ausrichten, rakeln, dann erst abziehen: Diese vier Schritte entscheiden mehr als die Geschicklichkeit. Ob ein mehrteiliges Motiv oder ein Einzelmotiv leichter fällt, hängt vom jeweiligen Motiv ab, nicht vom Aufbau – in unseren Bewertungen liegen beide Gruppen nah beieinander, mit Ausreißern in beide Richtungen. Ein Vorteil bleibt beim mehrteiligen Set: Ein Fehlversuch kostet nur ein Einzelteil, nicht das ganze Motiv.

Ob die Wand überhaupt der richtige Untergrund ist, klärt der Ratgeber zum Untergrund – die Frage gehört vor den Kauf. Alle Motive nebeneinander stehen im Vergleich.